Dr. Rudolf Maag Preis 2016 Der Dr. Ruolf Maag Preis wird seit 1973 jährlich
an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer
Weise um die Pflege und Förderung der Pflanze verdient
gemacht haben. Der Stiftungszweck ist dabei bewusst
breit gefasst und erlaubt sowohl die Auszeichnung des
Engagements in der Praxis, in der Kunst und in der
Lehre und Wissenschaft. Broschüre
Preisverleihung
Anerkennungspreis
der Bündner Regierung 2008 <<In Anerkennung seiner
Forschungstätigkeit im Bereich der alpinen
Kulturpflanzen sowie seines engagierten Einsatzes zur
Erhaltung und Förderung der Sortenvielfalt in
Graubünden>> hat die Bündner Regierung dem
Verfasser einen Anerkennungspreis zugesprochen.
Ausstellung: Pflanzenvielfalt -
ein Spiel mit Formen
Die
Ausstellung war am 29.11.2025 und
an 30.11.2025 im
Kulturhotel: Restaurant Belfort zu
sehen.
Interessenten, die die Ausstellung
zeigen möchten können sich bei uns
melden.
Die Ausstellung widemt sich sich der Morphologie
und der Entwicklungsbiologie
der Pflanzen widmet.Auf
16 Tafeln, die auf Rollups
gedruckt wurden, sind verschiedene
Aspekte der Pflanzenvielfalt
abgebildet und erläutert. Die
Ausstellung thematisiert u.a. die
Bedeutung der Bildung der Sprossknospe
für die Bildung der Blüte und regt an
Goethes Metamorphosenlehre neu zu
denken. Konzipiert wurde sie
von Peer Schilperoord.
2025
Botanischer Garten Jena Ausstellung:
Pflanzenvielfalt
- ein Spiel mit Formen
Die Ausstellung war
bis im Herbst auf der Wiese am
Borkenhäuschen im botanischen
Garten in Jena das
zweite Jahr im
Folge zu sehen.
Die Ausstellung war 2023 im botanischen
Garten St. Gallen zu sehen.
Wanderausstellung "Pflanzenvielfalt
- ein Spiel mit Formen"
Die Ausstellung gibt es
in drei Ausführungen: Auf wetterfesten
Panelen bzw. auf wetterfesten
Rollupdisplays für draussen. (Foto:
Ausstellung im Botanischer Garten
Giessen, Sommer 2019). Auf
Rollupdisplays mit integrierter
Beleuchtung für drinnen, wie in der
Ausstellung im Heimat Museum Davos, 2018
und St. Gallen (2024).
Objekte: Farnsporen und Blütenstaub
Pflanzenvielfalt - ein Spiel mit
Formen
Zur Wanderausstellung Die Ausstellung zeigt Pflanzen, denen
wir regelmässig
begegnen und kaum beachten, solche, die
wir oft übersehen und andere, die wir
immer wieder staunend betrachten.
Wie schafft es die Pflanze mit ihren
wenigen Organen, einen so grossen,
vielfältigen Formenreichtum
hervorzubringen?
Die Ausstellung zeigt Bekanntes aus der
Perspektive der Pflanze. Das überrascht
und regt an, die Pflanze mit ganz anderen
Augen zu sehen.
Speziell für die Ausstellung angefertigte
Aquarelle, Zeichnungen und Fotos erläutern
die Gestalt der Pflanze und ihre Organe.
Die Pflanze schreitet in ihrer Entwicklung
von Form zu Form fort, von den ersten
Blättern bis zur Steigerung und Vollendung
in der Blüte. Die Pflanzen haben eine
gewisse Leichtigkeit; mühelos trennen sie
oder bringen zusammen, vereinfachen oder
vervielfältigen, versprühen oder
verdichten, färben oder nehmen Farbe raus.
Broschüre Der Katalog
enthält sämtliche Abbildungen und
Texte der Ausstellung. Sie ergänzt die
Ausstellung mit kurzen Zwischenkapiteln,
die den grossen thematischen Bogen
schliessen.
Der Autor
Der Autor Peer Schilperoord (*1956) lebt in
Alvaneu Dorf. Nach einem Studium der Botanik
an
der landwirtschaftlichen Universität in
Wageningen (NL) zog er nach Graubünden, wo
er seit 1982 lebt. Seitdem befasst er sich
beruflich mit Kultur- und Wildpflanzen.
Von 1989–2000 war er Geschäftsführer bei der
Genossenschaft Gran Alpin. In den letzten
Jahren
veröffentlichte er in der Reihe
«Kulturpflanzen
in der Schweiz» mehrere
Kulturpflanzenporträts,
u. a. über Mohn, Roggen, Dinkel und Weizen.
Diese Arbeit wurde 2025 abeschlossen mit dem
Buch "Kulturpflanzen der Schweiz -
Sortenvielfalt und historisches Erbe".
Hauptverlag. ISBN 978-3-258-08390-2
Wie lässt sich die grosse Pflanzenvielfalt
verstehen?
Welche Gestaltungsprinzipien ermöglichen
diese unermesslich grosse Vielfalt? Diese
Fragen beschäftigten ihn seit Jahrzehnten.
Der Vergleich der Pflanzen miteinander führt
zum
Verständnis. «Nachvollziehen» ist das
Schlüsselwort.
Technische Daten Die Ausstellung umfasst 16 Roll-up
Displays,
LED- Beleuchtung inklusive. Dazu kommen noch
Objekte. FlyerAusstellung Davos
Veröffentlichungen
und Lesehinweis
Die Texte
sind geschrieben für
Biologen und interessierte
Laien. Die mit *
ausgezeichneten Texten
empfehlen sich für eine
erste Orientierung. Siehe
für weitere
Veröffentlichungen zu den
Kulturpflanzen die Seite www.berggetreide.ch In der
Schriftenreihe
"Kulturpflanzen in der
Schweiz" mit den
Publikationen über Dinkel,
Weizen, Gerste, Mais und
Kartoffel finden Sie
Angaben zu den
Metamorphosen von Wild-
zur Kulturpflanze.
Die meisten Arbeiten sind
auf Researchgate
veröffentlicht.
Schilperoord,
Peer (2025): Von Knospen
und Blüten - Teil
1. Ist die
vegetative Knospe die
strukturelle Grundlage
der Blüte? Elemente der
Naturwissenschaft 123,
5-44.
Zusammenfassung
Die Arbeit befasst sich im
ersten Teil mit den
grundlegenden Konzepten und
Methoden der Morphologie:
mit dem klassischen
Grundorgankonzept und mit
dem Typuskonzept des
Blattes; alternative
Konzepte werden
vorgeschlagen. Die Bedeutung
der Sprossknospe für das
Verständnis der Gestalt der
Angiospermen hat bis anhin
wenig Aufmerksamkeit
bekommen. Einzig Augustin de
Candolle und Agnes Arber
haben die Sprossknospe mit
der Blüte verglichen und sie
als Grundlage der Blüte
aufgefasst. Auch zum
Verhältnis zwischen dem
Schuppenblatt und dem
Laubblatt haben sich nur
wenige Autoren geäussert.
Die Arbeiten von Adriance S.
Foster, Agnes Arber und
Michel Guédès legen nahe,
dass Schuppenblatt und
Laubblatt gleichwertige
Organe sind, die beide als
Untertypen (Organklassen)
des übergeordneten Typus
„Blatt“ aufzufassen sind,
wie die Blütenorgane auch.
Ihre Auffassung wird durch
die Arbeit von Wolfgang
Hagemann über die
Organogenese des
Angiospermenblattes
unterstützt. Das
widerspricht der weithin
akzeptierten Ansicht von
Thomas Goebel und Wilhelm
Troll, die das Schuppenblatt
als reduziertes Laubblatt
auffassen. Der
geschichtliche Teil zeigt,
wie schon bei Goethe, de
Candolle, Sachs, Foster,
Arber, Guédès und Hagemann
Alternativen angedacht, bzw.
erarbeitet worden sind.
Der zweite Teil erscheint
Juni 2026
*Schilperoord,
Peer (2021):Organische
Entzweiung, Knospen- und
Zweigbildung und ihre
Bedeutung für eine
Erneuerung der
Metamorphosenlehre. Arbeitspapier
Zusammenfassung
Goethes
Lehre von der Metamorphose
der Pflanzen, wie er sie
1790 formulierte, liefert
keine Erklärung für den
sprunghaften Übergang den es
zwischen den Staub- und
Fruchtblättern gibt. In
einem Aufsatz in seinem
Nachlass Versuche zur
Methode der Botanik führt
Goethe den Begriff der
organischen Entzweiung ein.
Mit Hilfe dieses Begriffes
ist es möglich den
Zusammenhang zwischen den
beiden so gegensätzlichen
Blütenorganen zu verstehen.
Staub- und Fruchtblatt haben
einen unterschiedlichen
Bezug zum Laubblatt. Das
Laubblatt gliedert sich in
Blattgrund und Blattspreite.
Der Blattgrund liefert die
Grundlage für das
Staubblatt, die Blattspreite
jene für das Fruchtblatt.
Goethe hat seine
Metamorphosenlehre für und
an einjährigen
Blütenpflanzen entwickelt.
Die mehrjährigen
holzbildenden Pflanzen mit
ihren Knospen und Zweigen
blieben dabei
unberücksichtigt. Die
krautigen Gewächsen sind
ursprünglich aus kleinen
Bäumen und Sträuchern
hervorgegangen.
Berücksichtigt man die
Knospen- und Zweigbildung,
dann bestätigt sich die
erwähnte Beziehung von einer
anderen Seite. Das Blatt
zeigt sich am Zweig in zwei
voneinander unabhängigen,
sich gegenseitig ergänzenden
Formen, das Schuppenblatt
und das Laubblatt. In der
Knospe sind beide Formen
vereinigt, die
Schuppenblätter der Knospe
sind vollkommen ausgebildet,
von den Laubblättern sind
zunächst nur die zarten
zusammengefalteten Spreiten
sichtbar. Die Laubknospe
gibt die Grundlage für die
generative Blüte ab.
Goethe
war sich noch nicht im
Klaren in welchem Verhältnis
die Farnsporen zu den Samen
der Blütenpflanzen stehen.
Die geschlechtliche
Fortpflanzung der Farne war
noch nicht entdeckt. Die
Entdeckung des
Generationenweschsels durch
Hofmeister um 1850 und die
Klassifizierung der
Sporangien und Gametangien
als generative Grundorgane
durch Sachs (1882) bedeuten
für die Staub- und
Fruchtblätter, dass sie aus
einem Zusammenspiel von
Blattbildung und
Sporenbildung hervorgehen.
Zwei Organe sind an der
Bildung der Staub- und
Fruchtblätter beteiligt.
Studer-Ehrensberger,
Kathrin; Schilperoord,
Peer (2015). Blütenhaftes
in der Metamorphose
der vegetativen
Jahreszuwachseinheit der
Stiel-Eiche (Quercus
robur L.). Elemente der
Naturwissenschaft, 103,
S. 5-27.
Studer-Ehrensberger,
Kathrin; Schilperoord,
Peer (2015). Die
englische Übersetzung:
The Blossom‐similarity
of the Vegetative Annual
Shoot of the Pedunculate
Oak (Quercus robur L.)
DOI:
10.13140/RG.2.1.5082.1209
Translation
(Researchgate)
*
Schilperoord, Peer
(2015). Ein
neues Modell für die
Urpflanze - die
mehrjährige
Blütenpflanze. Elemente
der Naturwissenschaft,
103, S. 28-40.
*
Schilperoord, Peer (2015).
Die Englische Übersetzung:
A new model for the
archetypal plant - the
perennial dicotyledonous
plant. Translation
(Researchgate)
Schilperoord,
Peer (2013). Plastizität
des Blütenbodens und
des Fruchtknotens -
Unterständigkeit. Elemente
der Naturwissenschaft 99,
S. 21-36.
Schilperoord, Peer (2008).
Die
Trennung der
Geschlechter und die
Bildung der Blütenorgane -
Gestaltungsfreiheit.
Elemente der
Naturwissenschaft 88,
39-60.
* Schilperoord, Peer
(2007). Metamorphosen der
Pflanzen. Ein
Manifest. Die Drei,
3, S. 35-41.
Schilperoord, Peer
(2005).Modelling the
plant, Goethe and
molecular genetics. In:
Harlan, Volker (Hg.): Wert
und Grenzen des Typus in
der botanischen
Morphologie. Nümbrecht.
S. 217-233. Auf
Anfrage:
schilperoord@bluewin.ch
Schilperoord, Peer (2002).
Zum
Typus des Blattes.
Laubblattmetamorphose,
Gegenläufigkeit und
Verjüngungstendenz, eine
kritische Analyse.
Elemente der
Naturwissenschaft 76, S.
61–72.
* Schilperoord-Jarke, Peer
(2000). Goethes
Metamorphose der Pflanzen
und die moderne
Pflanzengenetik. In:
Heusser, Peter (Hg.):
Goethes Beitrag zur
Erneuerung der
Naturwissenschaften. P.
Haupt Verlag Bern. Auf
Anfrage:
schilperoord@bluewin.ch
Schilperoord, Peer (1997).
The
concept of morphological
polarity and its
implication on the concept
of the essential organs
and on the concept of the
organisation of the
dicotyledonous plant. Acta
Biotheoretica S. 51–63.