Urpflanze - Metamorphosen der Pflanzen
Weizenkeimling
Reserven
Roggenbluete
Verstäuben

Plastizität


Blüten-ABC

Sporen
Frühlingsanemone
Polarität

Letztes update 12.06.2018


Broschüre zur Wanderausstellung


Pflanzenvielfalt - ein Spiel mit Formen (Vorschau)

Peer Schilperoord
S. 56, 95 Abbildungen.
Fr. 25.00
Bestellungen:
schilperoord@bluewin.ch

Buchveröffentlichung
Metamorphosen im Pflanzenreich
Peer Schilperoord
183 S. 2011

ISBN
978-3-7725-23961-5

Flyer Buch


Lebermoos
Pedicularis kerneri
Läusekraut
Weizenkeimling
Weizenkeimling
Equisetum
Ackerschachtelhalm
Acht-Wochen-Nuedeli
Kartoffelblüte
Blaue-Veltlin-Knospe
Kartoffelauge




Auszeichnungen

Dr. Rudolf Maag Preis 2016
Der Dr. Ruolf Maag Preis wird seit 1973 jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise um die Pflege und Förderung der Pflanze verdient gemacht haben. Der Stiftungszweck ist dabei bewusst breit gefasst und erlaubt sowohl die Auszeichnung des Engagements in der Praxis, in der Kunst und in der Lehre und Wissenschaft.
Broschüre Preisverleihung

Anerkennungspreis der Bündner Regierung 2008
<<In Anerkennung seiner Forschungstätigkeit im Bereich der alpinen Kulturpflanzen sowie seines engagierten Einsatzes zur Erhaltung und Förderung der Sortenvielfalt in Graubünden>> hat die Bündner Regierung dem Verfasser einen Anerkennungspreis zugesprochen.

Pflanzenvielfalt - ein Spiel mit Formen
Sonntag 10.06.2018 - 18.10
Ausstellungswände1
Ausstellungswände
Ausstellungswände2
Ausstellungswände
Heimatmuseum Davos
Heimatmuseum Davos

Objekte: Farnsporen und Blütenstaub


Lehrmittel zum experimentieren


Flyer zur Ausstellung Davos
Pflanzenvielfalt - ein Spiel mit Formen

Zur Wanderausstellung
Die Ausstellung zeigt Pflanzen, denen wir regelmässig
begegnen und kaum beachten, solche, die wir oft übersehen und andere, die wir immer wieder staunend betrachten.
Wie schafft es die Pflanze mit ihren wenigen Organen, einen so grossen, vielfältigen Formenreichtum hervorzubringen?
Die Ausstellung zeigt Bekanntes aus der Perspektive der Pflanze. Das überrascht und regt an, die Pflanze mit ganz anderen Augen zu sehen.
Speziell für die Ausstellung angefertigte Aquarelle, Zeichnungen und Fotos erläutern die Gestalt der Pflanze und ihre Organe.

Die Pflanze schreitet in ihrer Entwicklung von Form zu Form fort, von den ersten Blättern bis zur Steigerung und Vollendung in der Blüte. Die Pflanzen haben eine gewisse Leichtigkeit; mühelos trennen sie oder bringen zusammen, vereinfachen oder vervielfältigen, versprühen oder verdichten, färben oder nehmen Farbe raus.


Der Autor
Der Autor Peer Schilperoord (*1956) lebt in Alvaneu Dorf. Nach einem Studium der Botanik an
der landwirtschaftlichen Universität in Wageningen (NL) zog er nach Graubünden, wo er seit 1982 lebt. Seitdem befasst er sich beruflich mit Kultur- und Wildpflanzen.
Von 1989–2000 war er Geschäftsführer bei der
Genossenschaft Gran Alpin. In den letzten Jahren
veröffentlichte er in der Reihe «Kulturpflanzen
in der Schweiz» mehrere Kulturpflanzenporträts,
u. a. über Mohn, Roggen, Dinkel und Weizen.


Wie lässt sich die grosse Pflanzenvielfalt verstehen?
Welche Gestaltungsprinzipien ermöglichen diese unermesslich grosse Vielfalt? Diese Fragen beschäftigten ihn seit Jahrzehnten.
Der Vergleich der Pflanzen miteinander führt zum
Verständnis. «Nachvollziehen» ist das Schlüsselwort.

Hintergründe

Veröffentlichungen
und Lesehinweis
Die Texte sind geschrieben für Biologen und interessierte Laien. Die mit * ausgezeichneten Texten empfehlen sich für eine erste Orientierung. Siehe für weitere Veröffentlichungen zu den Kulturpflanzen die Seite www.berggetreide.ch In der Schriftenreihe "Kulturpflanzen in der Schweiz" mit den Publikationen über Dinkel, Weizen, Gerste, Mais und Kartoffel finden Sie Angaben zu den Metamorphosen von Wild- zur Kulturpflanze.
Die meisten Arbeiten sind auf Researchgate veröffentlicht. 


Zusammenfassung (Schilperoord, 2015, Neues Modell):
Zwei unterschiedliche Modelle für die Urpflanze werden besprochen. Das erste ist das bekannte Modell einer krautigen, zweikeimblättrigen Pflanze. Das zweite Modell ist neu. Es ist das Modell einer mehrjährigen, zweikeimblättrigen Pflanze. Die Wahl eines Modells gibt die Blickrichtung vor, mit der die Pflanze betrachtet wird. Der Betrachter wird gelenkt. Beim Modell der krautigen Urpflanze wird man veranlasst die Seitenorgane in ihrer Reihenfolge an der Sprossachse von unten nach oben vom Keimblatt bis zum Fruchtblatt zu durchlaufen und miteinander zu vergleichen. Beim neuen Modell der zweijährigen Urpflanze wird der Betrachter zusätzlich veranlasst die aufgehende, vegetative Knospe mit der geöffneten Blüte zu vergleichen. Das alte Modell setzt die Blüte in Bezug zum vegetativen Spross. Beim neuen Modell ist das auch der Fall, zusätzlich wird die Blüte in Bezug gesetzt zur aufgehenden vegetativen Knospe. Die Blattmetamorphose der aufgehenden Knospe zeigt eine klare Gliederung. Drei Bereiche können unterschieden werden, der Bereich der äusseren verhärteten Knospenschuppen, der Bereich der inneren sich schnell streckenden, farbigen und hinfälligen Knospenschuppen und der Bereich der Stängelblätter. Diese Gliederung findet sich in gesteigerter Form in der Blüte und korrespondiert mit a) dem Kelchbereich, b) dem Kronenblatt -, Staubblattbereich und c) dem Fruchtblattbereich.

Summary (Schilperoord, 2015, A new Model):
Two different models for the archetypal plant are presented. The first one is the well known model of a herbaceous, dicotyledonous plant. The second model is presented for the first time and shows a perennial, dicotyledonous plant. The choice of a model implies a particular outlook, that directs the way we look at the plant. The observer is guided. The model of the herbaceous plant takes the observer sequentially through the organs along the stem axis from the cotyledons to the carpel and induces him/her to compare those organs with each other. The new model of the perennial plant presented causes the observer additionally to compare the sprouting bud with the opened flower. The first model presents the flower that terminates the vegetative plant. The flower is related to the stem with its numerous green leaves. This is also the case for the new model, but additionally the model causes the observer to compare the flower with the sprouting bud. The leaf metamorphosis of the sprouting bud shows a clear organisation. Three regions can be distinguished: a) an area of outer sclerotic bud scales, b) an area of inner rapidly extending, distinctly colored and fragile scales and c) an area of stem leaves, just unfolding their leaf blades. This organisation is also found, as a fundamental state, in the flower. The regions correspond with a) the ring of sepals, b) the region of the petals and stamens and c) the carpel region.


© 2009 Fotos  Peer Schilperoord • Kontakt: schilperoord@bluewin.ch • Voia Gonda 1, CH 7492 Alvaneu Dorf • Tel. ++41 (0)81 404 22 29